Und das schrieb die Zevener Zeitung am 5.10.2103 zum Oktoberfest in Hatzte:

 

 

Bayrisch feiern ist richtig „in“

HATZTE. Menschen in Tracht wechseln die Straßenseite. Sogar busweise rollen sie zum Hatzter Oktoberfest an. Dirndl und Lederhose stehen Donnerstag hoch im Kurs. Wer glaubt, hiesige Norddeutsche tragen nur Schützenuniform, irrt ganz offensichtlich – und feiern können die. Feiern wie die Bayern. Mindestens. Von christiane meyerdierks

Im wahrsten Sinne des Wortes „herzliche Grüße“ aus Hatzte (von links): Sandra, Isabell, Astrid und Alena tragen Dirndl und waren damit als schöne Frauen beim Bayernfest keine Ausnahme. Meyerdierks

„Die Atmosphäre ist 1a. Hatzte kann mit München heute wirklich mithalten – Fröhlichkeit, Freundlichkeit, Essen und Bedienung, alles top“, sagt Johann Klindworth(83) aus Klein-Meckelsen. Auch er trägt Tracht. Seine Frau Else habe die Fahrt zum Oktoberfest mit ihrer Freundin Marianne Albers geplant, er und Heinrich seien einfach nur mitgefahren. Vier Stunden ist die bajuwarische Zeltfete bereits im Gange, und während die ersten älteren Besucher sich ohne Eile verabschieden, tanzen Hunderte vor der Bühne oder sitzen in Trauben an weiß-blauen Tischen. Die Idee der Gastgeber geht voll auf: Damit auch Kinder und Senioren mitfeiern können, haben sie ihr Fest schon mittags starten lassen.

Die zweite große Fete

Der Schützenverein hatte am Feiertag – nach der Ausrichtung des Kreiskönigsschießens – zur zweiten Großfete eingeladen. „Wir geben uns mit einem Fest in der Woche nicht mehr zufrieden.“ Hermann Gerken grinst. „Das ganze Fest ist spitze“, trällert tanzend Karin Fitschen, und Hermann Stemmann bringt seinen original-bayrischen Schnupftabak „Spezial Snuff“ unters Volk und in seine eigene Nase.

Nadine Eckhoff winkt da allerdings so desinteressiert wie lachend ab. Neben ihr steht Anna Fahjen, auch die Elfjährige trägt Dirndl. „Das hat Mama bestellt, aber die Herzkette ist von mir“, erklärt sie. Am allerbesten fand sie die Sittenser Feuerwehrkapelle – spontan waren die Musiker mitten im Spiel auf die Tische gesprungen.

Schon zum Büffet (Schweinshaxe, Leberkäse, Nürnberger Würstchen, Kraut, Schmorkohl, Bayerische Creme) hatten die rund 30 Musiker das Zelt zum Schunkeln gebracht, die „Fischköpfe“ genossen das Mahl, und auch danach strömten noch Trauben aus der ganzen Region an. Freetz, Wohnste und Ahrenswohlde charterten gar einen Bus. „So viele Lorbeeren für ein Fest gab’s noch nie“, freut sich Schützenpräsident Joachim Eckhof. Lässig hat er einen Daumen hinter die Hosenträger gesteckt. Wenn Nartum einen Hafenverein gründen kann, wie wäre es da mit einer Wiesnzunft? „Ich glaub, wir bleiben lieber Schützen“, er grinst – nennt aber als Termin für das nächste Hatzter Oktoberfest den 3. Oktober 2014. Ein Scherz? Das verrät er nicht. Wer so lange nicht warten möchte: Die Feuerwehrkapelle spielt schon am 19. Oktober auf der nächsten Wiesngaudi – dann feiert die Sittenser Feuerwehr in Hamersen Oktoberfest.

Viel besser kann es auf dem Oktoberfest in München auch nicht sein – in Hatzte feierten 500 „Fischköpfe“ ab mittags ein rauschendes Fest.
Artikel vom 05.10.13 - 12:00 Uhr

 

 

 

Bayerische Gaudi in Hatzte

Schützenverein feiert am Donnerstag, 3.10.2013, sein zünftiges Oktoberfest

Foto zum Artikel: Bayerische Gaudi in Hatzte
Wer zum Oktoberfest in Tracht kommt, sorgt sicher für einen Hingucker.
Ein Muss ist das Tragen von Dirndl oder Lederhosen aber nicht

30.09.2013 10:00:00
Hatzte. 
(r/sv). „Den langen Weg zum Oktoberfest nach München kann man sich in diesem Jahr sparen“, verkünden die Organisatoren der Hatzter Wies’n. Auf dem örtlichen Sportplatz wird am Donnerstag, 3. Oktober, zünftig und vor allem bayerisch gefeiert.

Ab 11 Uhr geht es los und es wird so einiges geboten. Leckeres, oktoberfesttypisches Essen, ebenso die für ein solches Fest passende Blasmusik. Die Gaudi startet im großen Zelt, das bis zu 800 Personen fassen kann. Gastgeber dieser Bayern-Sause ist der örtliche Schützenverein Hatzte-Ehestorf.

Wer die dortigen Schützen fragt, ob ein Oktoberfest zusätzlich zum Schützenfest sein muss, der bekommt eine selbstbewusste Antwort: „Ja, denn in Hatzte ist in diesem Jahr einiges ein wenig anders.“ Der Verein stellt mit Herbert Fitschen den aktuellen Kreiskönig und richtete deshalb auch das Kreisschützenfest aus.

Das Fest fand am vergangenen Wochenende statt – die Schützen nutzten also die Gunst der Stunde. „Wir haben hier nun ein riesiges Zelt stehen, und da dachten wir mit Blick auf den nahen Feiertag und den Monat – wir feiern einfach noch ein bisschen weiter und organisieren ein Oktoberfest“, erzählt der Präsident des Schützenvereins, Joachim Eckhof.

Die Idee verbreitete sich schnell in den beiden Dörfern und wurde begeistert aufgegriffen. Damit dann auch alle mitmachen können, beginnt das Fest bereits am Vormittag um 11 Uhr und dauert den ganzen Tag an. Die Stimmungsmusik liefert die oktoberfesterprobte Feuerwehrkapelle Sittensen und später am Tag geht es dann mit einem DJ weiter.

Wer sich rechtzeitig Karten sichert, kann sich auf herzhafte bayerische Spezialitäten freuen. Zur Auswahl stehen Haxen, Leberkäse, Weißwurst, Nürnberger Würstchen, Kartoffelbrei, Sauerkraut, Schmorkohl und als Nachtisch Bayerische Creme. „Wer etwas essen möchte, sollte sich schon rechtzeitig anmelden, damit wir planen können – sonst essen die Letzten nur noch Stampfkartoffeln, und das fehlte noch“, findet Joachim Eckhoff.

Der hat bereits die passende Kleidung beim Melkhus in Ehestorf ausprobiert. Ebenso Kreiskönig Herbert Fitschen mit seinen Töchtern Katharina und Valerie sowie Gunda Bammann und Bernhard Brugner. „Schaut guat aus“, findet er, auch wenn das Tragen von Tracht in Hatzte kein Muss ist.

Die Karten für das Fest – wahlweise mit und ohne Essen gibt es in Eckhofs Melkhus (Ehestorf), bei der Bäckerei Schwarz (Elsdorf) und Just Ladies (Sittensen). Anmeldungen sind auch per E-Mail möglich: Oktoberfestinhatzte@ewe.net. © Rotenburger Rundschau GmbH & Co. KG